Die erneuerbaren Energien können schon im Jahr 2020 einen großen Teil der benötigten Energie und Leistung in Deutschland bereitstellen. Langfristig werden sie allein die Grundversorgung mit Energie in Deutschland gewährleisten, denn
• 2/3 der Windenergie liefern Windenergieanlagen im Winter, da der Wind
deutlich stärker weht und darüber hinaus auch bedingt durch verbesserte
Anlagentechniken, große Nabenhöhen über 100 Meter und damit verbunden
höheren Volllaststunden von mehr als 3.000 Stunden.
• Solarenergie liefert tagsüber immer Strom, da Photovoltaikanlagen das Licht
(nicht den Sonnenschein!) ausnutzen. Im Sommer aufgrund der Sonnen-
scheindauer und –intensität deutlich besser als im Winter.
• Durch die natürlichen Zyklen von Wind (vorwiegend im Winterhalbjahr) und
Solarstrahlung (vorwiegend im Sommerhalbjahr) ergänzen sich diese beiden
Energieträger hervorragend.
• Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie können den Bedarf in flexibel regelbaren
Kraftwerken decken und die Lücke zwischen Wind- und Sonnenstrom
regenerativ schließen und dem Bedarf decken.
• Weitere Differenzen zwischen Bedarf und regenerativer Energieerzeugung
können nur durch flexible Kraftwerke (z. B. auf Basis von Erdgas) und nicht
durch schwer steuerbare Großkraftwerke geschlossen werden.
• Künftig wird auch die Rückeinspeisung von gespeichertem, regenerativ
erzeugtem Strom zunehmend möglich sein; zum Beispiel durch Wasserkraft-
werke (Pumpspeicher) und Bioenergieanlagen (Gasspeicher).