
Konventionelle Großkraftwerke zur Stromproduktion belasten nicht nur die Umwelt, sondern sind in der künftigen Energieversorgung unwirtschaftlich und damit sinnlos. Das ist das Ergebnis eines Szenarios, das die juwi-Gruppe auf Basis des heutigen Ausbaustandes der regenerativen Energien entwickelt hat und das sich an den Prognosen der konventionellen Energiewirtschaft orientiert. Ergebnis: Bundesweit kann schon im Jahr 2020 rund 60 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen kommen. Im intelligenten Zusammenspiel zwischen der Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien und der umweltfreundlichen Verbrauchssteuerung lässt sich so eine hohe Versorgungssicherheit auch in einer Industrienation wie Deutschland sicherstellen.
Ein hoher Anteil erneuerbarer Energien fordert jedoch von dem übergangsweise verbleibenden konventionellen Kraftwerkspark, dass er auf die variable Einspeisung erneuerbarer Energien kurzfristig reagieren kann. Diese Anforderung können bestehende Großkraftwerke nicht erfüllen. Sie produzieren unabhängig von der aktuellen Stromnachfrage und der aktuellen Einspeisung der klimaneutral erzeugten erneuerbaren Energien. In Folge dessen ist eine neue Kraftwerksstruktur erforderlich, die flexibel auf die Schwankungen auf der Erzeugungs- und Verbrauchsseite reagieren kann. Dazu ist keine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken und kein Neubau fossiler Großkraftwerke auf Kohlebasis notwendig. Fossile Kraftwerke z.B. auf Gasbasis dienen dann als schnell einsetzbares Ergänzungskraftwerk zu den erneuerbaren Energien.
Das 20-seitige Hintergrundpapier „Das Grundversorgungskraftwerk“ mit allen Fakten zur Grundversorgung durch erneuerbare Energien finden Sie hier zum Download als PDF-Datei.